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Der Mhytos Gespließte

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Im Jahr 2008 war ich mal wieder zu Gast in der Schweiz bei meinem Kollegen und Freund Kurt Zumbrunn, der unter anderem Gespliesste baut und eine Lodge für Fliegenfischer betreibt. Nachdem ich bereits einige Ruten gebaut hab, kam Eins zum Anderen und so besprachen Kurt und ich am 13. September 2008 meine erste Gespliesste.
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Ich entschloss mich dabei eine zweiteilige 3er Rute mit einer LängeP9130032 von rund 1,9m zu bauen. Nachdem Kurt die verschiedenen Einstellungen für die Stellschrauben Hobelform berechnete begannen wir damit ein geeignetes Stück Bambus zu suchen. Danach splissen wir den Bambus längs in kleine Spleiße. Dabei werden die Dünnen fürs Spitzenteil verwendet. Nachdem die Spleiße geteilt wurden, legt man die Knoten versetzt um eine größere Stabilität zu erreichen, dann kürzt man diese auf eineP9140018 Länge ein. Der nächste Schritt ist das Begradigen der Spleiße unter Wärme. Danach hobelt man die Spleiße in einem 60° Winkel vor, bindet sie in zusammen um sie zu trocknen, wonach sie nur noch 5% Feuchtigkeit aufnehmen. Beim Hobeln ist zu beachten, dass die äußere Schicht unverletzt bleibt, da in ihr die stärksten Kraftfasern stecken. Nachdem Trocknen, werden die Spleiße in ihre endgültige Form gehobelt. Als nächstes legt man die Spleiße probeweiser zusammen und fixiert sie in ihrer zukünftigen Form provisorisch mittels Klebeband. Danach öffnet man die vorgefertigte Form um sie endgültig zu verkleben.

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Mit einer Schnur fixiert man die Rutenteile und lässt den Kleber aushärten. Der nächste Schritt kann eine Weile dauern, bis man die Klebeüberreste abgeschliffen hat. Ich entschloss mich dazu meine Rute zu oxidieren, sie also einzudunkeln. Dies wurde mittels einer bestimmten Lösung erreicht. Danach suchten Kurt und ich die Ringe aus und ich schliff den Griff und Rollenhalter während Kurt den Winding Jack, Endkappe und die Haltevorrichtung für die Rolle drehte. In der Endkappe bauten wir Bambus ein. Vor mir lag nun also der Blank, die Ringe, Griff, Rollenhalter, Endkappe und nicht zu vergessen die Verbindungsstücke.
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Durch meine vorhandene Erfahrung im Rutenbau konnte ich die Ringe und Verbindungsstücke selbst auf den Blank binden. Bevor der Griff montiert werden kann muss die Rute noch lackiert werden, dies taten wir mit Bootslack. Nachdem der Lack ausgehärtet musste ich nur noch den Griff, Rollenhalter und Endstück anbringen.

Jeden Interessierten kann ich nur empfehlen mal einen Kurs zu machen, es ist eine sehr interessante Aufgabe, die nicht unmöglich ist.

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Troutfisherman - 2011 - Uwe Müller, Frank Müller

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